Archiv der Kategorie: Fotos und Videos

Wie war’s? Eindrücke vom zehnten jährlichen Aikidolehrgang mit Pascal Olivier im Schwarzwald

Zum zehnten Mal in Folge hat Sybille Haase, Geschäftsführerin des Aikido Dojo Lüneburg, einen einwöchigen Lehrgang im Schwarzwald mit Pascal Oliver veranstaltet, der aus dem Südwesten von Paris angereist war – genauer aus der Gegend namens Brie (woher auch der gleichnamige Käse stammt).

2019-07-25_20-00-00 Aikido HerzogenhornDas Leistungszentrum Herzogenhorn liegt auf einem Sattel zwischen den beiden höchsten Schwarzwaldgipfeln Feldberg und Herzogenhorn. Während unten die europäischen Tiefebenen in der Hitzewelle und den Temperaturrekorden brutzelten, sah das Leistungszentrum fast 30 Teilnehmer aus allen Ecken Deutschlands, aber auch aus Frankreich kommen.

2019-07-25_20-12-36 Aikido Herzogenhorn Weiterlesen

Video: Das Schwert der Vier Elemente

Das Schwert der Vier Elemente ist eine Übungsreihe mit dem (Holz-) Schwert. Sie besteht aus vier Figuren, die an die Vier Elemente Wasser, Luft, Feuer und Erde anlehnen.

Warum die vier Elemente?

  • Schwert des Wassers: Die flüssige Bewegung könnte endlos weitergehen und erinnert an das Plätschern des Wassers in einem Bach oder das Klopfen eines Boots gegen den Steg.
  • Schwert der Luft: Die Spitze des Bokken zeichnet den Umriss des Partners, bleibt dabei aber in der Luft hängen, ein paar Zentimenter vom Partner entfernt, ohne Berührung.
  • Schwert des Feuers: Der schnelle „Schlag“ am Anfang könnten Funken sprühen und damit Feuer zünden.
  • Schwert der Erde: Der Verteidiger pariert zunächst von unten, also von der Erde, in einer nach oben gerichteten Verteidigung. Dann geht es weiter.

Dieses Video wurde im Laufe des einwöchigen Schwarzwald-Lehrgangs aufgezeichnet, der Ende Juli 2019 auf dem Herzogenhorn stattfand.

Auf Wunsch Siegfrieds sei noch auf einen kleinen Fehler am Ende hingewiesen: In der letzten Übung ist das Ziel des letzten „Schlags“ eigentlich der Vorderarm, hier jedoch hat er zunächst die Schulter anvisiert, um dann die Bewegung nachträglich zu korrigieren.

VORWORT zur neuen Artikelreihe: AIKIDO-Videokurs für Anfänger

(Zur Übersicht: Bitte hier klicken.)

Liebe Freunde & Interessenten des Aikido,

diese Artikelreihe wird erprobte Übungen im Aikido zeigen und erläutern, die zum Teil schon vor sehr langer Zeit entstanden sind. Sie sind mit persönlichen Entdeckungen aus über 45 Jahren leidenschaftlicher und immer spannender Aikido-Praxis angereichert. Weiterlesen

LEHRGANGSEINDRÜCKE: EINE WOCHE IM SCHWARZWALD MIT PASCAL OLIVIER, JULI 2018

LZHorn

(Dieser Artikel ist nicht von Pascal Olivier, sondern von einem Lehrgangsteilnehmer.)

Es war schon die neunte Ausgabe! Vom 22. bis 28. Juli fand der jährliche Aikido-Lehrgang im Schwarzwald mit Pascal Olivier statt. Ausgerichtet wurde er wieder vom Seiryukan Aikido Dojo Lüneburg. Der Ausrichtungsort war das Leistungszentrum Herzogenhorn, das in etwa 1300 Metern Höhe auf einem Sattel zwischen den beiden höchsten Gipfeln des Schwarzwalds liegt, nämlich dem Feldberg und dem Herzogenhorn. HornPanorama2Das Zentrum umfasst alle erforderlichen Infrastrukturen: Unterkünfte, einen Gastronomiebetrieb, ein Dojo (d.h., eine vielfältig nutzbare Basketballhalle mit großer Fensterfront), Schwimmbad, Sauna. Es liegt mitten in der Natur, umgeben von Wäldern und den grünen Wallungen und Panoramen dieses Gebirges.

Kurzum: Man kann an dem Ort eine ganze Woche dem Training und der Entspannung widmen, ohne ihn zu verlassen, und dabei vollständig abschalten. Raum gibt es genug, sowohl für das gemütliche Beisammensein mit den anderen Lehrgangsteilnehmern, als für Momente, in denen man auch mal ganz allein für sich Ruhe finden oder wandern möchte. Denn der Schwarzwald ist ein bekanntes Wanderparadies und von vielen gut ausgeschilderten Wanderwegen durchzogen. Weiterlesen

AIKIDO-VORFÜHRUNG VOM 14. APRIL 2018

Nuit des arts martiaux à Roissy en Brie from Aikido Ozoir on Vimeo.

Unsere Aikidokagruppe war auf Einladung des kommunalen Sportausschusses von Roissy-en-Brief für eine Vorführung zu Gast. Sie fand in einer zum Theatersaal umgebauten ehemaligen Scheune statt, die heute „La Ferme d’Ayau“ heißt [der Bauernhof von Ayau]. Wir hatten zwanzig Minuten, um unsere Kunst vorzuführen, und das auf einer hohen Theaterbühne mit Vorhängen usw. Es waren also gute Rahmenbedingungen, um eine Qualitätsarbeit zu zeigen. Das Ergebnis kann aber nur der Zuschauer selbst beurteilen – vor Ort oder im Internet. Weiterlesen

ERSTER INTERNATIONALER LEHRGANG IN OZOIR (FRANKREICH) – BERICHT

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Foto: Grégoire Engrand. „Budo ist Kreis / Kreis ist Tanz / Budo ist Tanz / Tanz ist Kreis / Kreis ist Budo / Tanz ist Budo…“ (Japanisches Sprichwort zum Thema Budo) Den Begriff „Tanz“ muss man hier in seinem kosmischen Sinn verstehen: Tanz der Himmelskörper im Weltraum…

Am Abend des 23. Februar 2018 kam eine Gruppe von 26 begeisterten Aikidoka in Ozoir-la-Ferrière (im Pariser Umland) bis zum Sonntag 25. Februar zusammen. Das Ambiente war lernbegierig UND herzlich.

Aber bevor wir das alles erzählen, sei betont, dass das Leitmotiv und sogar der eigentliche Daseinsgrund für unsere Lehrgänge das Wohlwollen ist (franz. „bienveillance“). Weiterlesen

EINDRÜCKE VOM AIKIDO-LEHRGANG IN BERLIN MIT PASCAL OLIVIER, FEBRUAR 2018

(Dieser Lehrgangsbericht ist nicht von Pascal Olivier selbst, sondern von einem Teilnehmer, der auch dieses Blog ins Deutsche übersetzt. Alle Fotos von Alexander Hohmann und Grégoire Engrand.)

Stecken wir erst einmal den Rahmen ab, bevor die (natürlich völlig subjektive) Erzählung eines Teilnehmers beginnt. Hier also erst einmal die flachen Fakten: Vom 9. bis 11. Februar 2018 richtete Martin Bilan (4. Dan) im Rahmen der Abteilung Aikido des Berliner SSC Südwest 1947 e.V. einen Lehrgang aus, der auf den Matten von Pascal Olivier geleitet wurde. Dieser war extra aus Paris eingeflogen und brachte zwei weitere Mitglieder seines Vereins mit. So. Kamera ein. Action.

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Veranstalter des Lehrgangs: Dr. Martin Bilan, 4. Dan (rechts)

ABLAUF DES LEHRGANGS

Die erste Trainingseinheit fand am Freitag um 18 Uhr in einer Sporthalle in Berlin-Steglitz im Südwesten Berlins statt (daher auch „SSC Südwest“). Das erste Aufwärmtraining war recht lang und dauerte etwa eine Dreiviertelstunde, denn wir hatten einiges vor. Danach kamen dann Übungen in einem deutlich beschleunigten Tempo. Weiterlesen

DIE KUNST DES KOKYU NAGE // DAS AIKI-SCHWERT

Die Kunst des Kokyu Nage

Im Folgenden geht es um den KOKYU NAGE. Aber was genau ist das eigentlich?

KOKYU bedeutet „Atmung“. Allerdings muss man wissen, dass das im Budo weit über den Rahmen der schlichten Ein- und Ausatmungsbewegung hinaus geht (wobei man alle Kampfkünste zu ebendiesem Budo zählen kann, aber auch andere japanische Disziplinen wie das No-Theater, die Kalligraphie, all diese Künste also, in denen der Atem eine ganz wesentliche Rolle spielt). Das KOKYU nach dem Verständnis des Aikido umfasst den Begriff der Synchronizität, den man auch „Timing“ nennen könnte (also ein Tempo, das auf den Angriff oder, falls der Partner greift, auf seine Annäherungsbewegung abgestimmt ist); den Begriff des Abstands, ebenfalls wesentlich und vom Prinzip Timing untrennbar; schließlich noch den Begriff der Harmonie, die wiederum das Zanshin umfasst, also das Kontinuum, zu dem sich das Vorher, das Während und das Nachher der Technik integrieren, ohne sich zu vermischen. Weiterlesen

HERZOGENHORN 2017 + RUND UM „NAGARE“

 

Asche über mein Haupt! Auf dem französischen Blog hatte ich diesen mittlerweile „traditionellen“ Lehrgang im Schwarzwald noch nicht angekündigt. Vielleicht ist aber dennoch immer noch ein Platz frei, wenn Sie sich beeilen. Melden Sie sich schnell bei Frau HAASE über den Seiruykan Lüneburg an.

Der Lehrgang findet vom Sonntag, den 16. bis Samstag, den 22. Juli statt. (Fahren Sie am besten Samstag Abend oder Sonntag früh los.) Und wer bereits einmal daran teilgenommen hat, wird Ihnen sicher bestätigen, dass dort viele Dinge geschehen.

Eine Rundum-Erkundung des Aikido

Viele Dinge, sagte ich – denn die zeitliche Verteilung [über Tag und Woche] ermöglicht eine Nutzung des Dojo zu unterschiedlichen Tageszeiten und damit eine Erkundung des Aikido in allen Schattierungen, die unter Anderem die jeweilige Uhrzeit berücksichtigt.

Morgens um 6 Uhr zum Beispiel kommen die Teilnehmer zu einem ersten Keiko zusammen, das natürlich anders ist als die anderen. Wir betreiben dann etwas, das man ein Gesundheits-Aiki nennen könnte. Keine oder nur wenige Rollen, stattdessen weit ausladende Techniken mit extremer Lockerheit, die die Gelenke nicht beanspruchen, sondern den Energiefluss umsichtig anregen. Diese Stunde vergeht im Flug und ohne Anstrengung. Sie ermöglicht es dem Körper und dem Geist, in einen Tag hinein zu erwachen, der auf diese Art sehr positiv beginnt.

Es folgt ein wohl verdientes Frühstück, gefolgt von einer Pause. Um 10 Uhr beginnt die nächste Trainingseinheit. Weiterlesen

NAGASHI no IKKYO: Spirale & Harmonie

SHIHO GIRI: Die Vier Schnitte

Schnitte – ach was, hier gibt es nichts zu zerschneiden. Umso unnötiger und sogar schädlicher wäre der Versuch, diese Art Übung „mit Kraft“ ausführen zu wollen. Je mehr mehr Kraft man hier einsetzen will, umso mehr spannt man nur seine Muskeln an, und umso weniger Kraft hat die Übung…

Vergessen wir nicht: Aikido übt sich mit betonter Lässigkeit, was natürlich nichts mit Oberflächlichkeit oder Gleichgültigkeit zu tun hat. Alles ist eine Frage der Nuance, und wir wissen im Aikido:

  • locker heißt nicht weich,
  • lebhaft heißt nicht brutal,
  • langsam heißt nicht nachlässig,
  • intensiv heißt nicht schnell.

Auch wenn eine trainierte Technik alle denkbaren Qualitäten enthalten soll (Lockerheit, wohlwollende Behandlung des Partners, Stetigkeit der Bewegung, Abwesenheit jedweder bösen Absicht usw.), muss sie dennoch die Verbindung zu den Prinzipien des Budo pflegen, in deren Zahl die Schlüssigkeit ganz vorne steht.

Auch an den anschließend gezeigten Techniken sieht man: Man dreht sich nicht „weil man sich dreht“, sondern weil es sozusagen einen „historischen“ Grund dafür gibt, den wir ein bisschen später in unserer heutigen Trainingseinheit sehen. Weiterlesen

TAI SABAKI, KOTE GAESHI, UDE GARAMI

ENDE EINES „JAHRES“

FRANKREICH ist wahrscheinlich das einzige Land, in dem die letzten Junitage als ein „Jahresende“ betrachtet werden.

Wenn Studenten und Aikidoka sich in die (lange, zu lange) Sommerpause verabschieden, wünschen sie sich schöne Ferien und rufen sich zu: „Bis zum nächsten Jahr!“ Damit meinen sie eigentlich nur ein Wiedersehen im September.

So ist es auch für die Dojos, die städtische Hallen sind: Ohne Sondergenehmigung, die man im Rathaus beantragen muss, bleiben die Sporthallen zwei volle Monate geschlossen. Vielleicht schafft man es, ausnahmsweise im Juli ein paar Mal Zugang zu bekommen, aber dann kommen ohnehin nur wenige ins Training; danach kommt die fast achtwöchige Zwangspause, und dann hat man erst mal ausreichend Zeit, um mental und körperlich alles zu vergessen, was man im Laufe des „Jahres“ (September bis Juni) gelernt hatte.

In Japan zum Beispiel dauert die Dojo-Pause trotz des tropischen Sommers (schwüle Hitze von Juni bis September) nur eine kurze Woche und entspricht dem „Fest der Toten“ oder Obon: Wie in der Neujahrszeit läuft das Land dann langsamer. Diese Zeit wird zum Beispiel für eine Rückkehr ins Geburtsdorf genutzt, wo man bei seinen guten alten Eltern ein bisschen Energie tankt. Oder man besucht einen Thermalort (wo man vor allem gesunde Leute allen Alters und aus allen Gesellschaftsschichten antrifft). Danach geht es wieder zurück ins Dojo und das Training geht schon wieder los.

DER KÖRPER hat ein Gedächtnis. Deswegen ist es schade, zwei ganze Monate lang nichts mehr zu tun. Weiterlesen

KOTE GAESHI & SHIHO NAGE: TECHNISCHE VARIATIONEN

Lockerheit & Spirale

Die Techniken in den Aufnahmen sind Variationen von altbekannten Grundbewegungen: zuerst Kote Gaeshi, danach Shiho Nage.

Die hier vorgeführten Formen weichen von der üblichen „Grundform“ ab – oder von dem, was als solche betrachtet wird. Im Vordergrund stehen hier die Verfügbarkeit in der Handlung (in jedem Augenblick bleibt die Mobilität erhalten, ohne jedoch einen einzigen Augnblick die Stabilität des Zentrum aufzugeben) UND die Spirale, denn wie alle es wissen, ist sie eine der Eigenschaften des Aikido.

1.) Direkter Kote Gaeshi auf einen Überkreuzgriff „Ai Hanmi“ (in manchen Schulen auch „Do Soku“ genannt). Gleich beim Greifen wird mit der Vorderhand eine Bewegung eingeleitet, die pendelförmig verläuft: erst nach unten, dann auf natürlichem Wege wieder nach oben.

Die Schwierigkeit besteht hier darin, mobil zu bleiben und die Bewegung nicht in zwei separate Phasen auseinander fallen zu lassen: Das Gesamtbild muss flüssig und in sich schlüssig sein. An dieser Form sollte man immer wieder arbeiten.

2.) Technische Variante: Nach einem „Eintritt nach innen“ wird die Geste nach unten verlängert, um das Gleichgewicht des Partners zu schwächen; danach geht es auf natürliche Weise aufwärts (das geschieht im Rhythmus dieser Bewegung ganz von selbst), um dann in einem großen, lockeren, senkrechten Kreis nach unten zu gehen. Weiterlesen

IKKYO: DIE „ERSTE LEHRE“

Zu den Videosequenzen: https://www.youtube.com/user/pascalolivieraikido/videos?sort=dd&view=0&shelf_id=0

Im Netz erscheinen die Sequenzen nicht in der richtigen Reihenfolge. Stecken wir die Stücke des Puzzles also richtig herum zusammen.

Gezeigt wird der Inhalt des Trainings vom Dienstag, den 7. Juni 2016. Zum Zweck der Aufnahmen entfernten wir uns von unserer Angewohnheit, frei auf den Grundlagen des Aikido zu navigieren und deren viele Seiten zu erforschen. Stattdessen drehte sich der Unterricht um einen gemeinsamen Leitgedanken: dem IKKYO, die „Erste Lehre“ im Aikido.

 Zu Beginn

Das Aikido ist eine lebende Wissenschaft; damit es nicht in der Wiederholung stereotyper Bewegungsabläufe erstarrt, und um von vornherein den Bewegungsgedanken einzubrigen (ohne den das Aikido eine tote Hülle wäre), wird ein Irimi Nage auf einen Überkreuz-Griff angewendet (Ai Hanmi Katate Dori).

Und gerade damit das Training nicht erstarrt, wurde hier bewusst eine sehr luftige Form dieser wunderbaren Technik gewählt. Irimi Nage ist von allen Waza, aus denen sich das Aikido zusammensetzt, die herrlichste, aber auch die schwierigste, denn man ist in ständiger Bewegung, es ist eine Form, bei der keinerlei regungsloses Zwischen- oder Endbild entsteht… Weiterlesen

LEHRGÄNGE IN DEUTSCHLAND – BEGEGNUNGEN – VERÖFFENTLICHUNGEN

Hier erscheinen die Fotos vom neulichen Lehrgang in Freiburg (Deutschland).

Ein intimer… und intensiver Lehrgang

Die Teilnehmerzahl zählt nicht: [Eine französische Redewendung sagt:] Je mehr Verrückte sich treffen, desto lauter wird gelacht. Aber im Aikido und Budo ist die Begegnung desto intensiver und der Austausch desto gewinnbringender, je kleiner der Kreis ist.

In Japan zahlt man manchmal (recht) viel Geld, um in kleinem Kreise mit einem Sensei lernen zu dürfen. Jeder hat sich in eine andere Richtung weiter entwickelt, und manche würden gern ihre vergangenen Freundschaften völlig tilgen… Aber die Wirklichkeit ist hartnäckig und die Fakten lassen sich nicht so einfach aus der Welt schaffen.

1982 waren wir eine kleine und wild durcheinander gewürfelte Gruppe und legten Geld zusammen, um uns Privatkurse zu leisten, jeden Donnerstag Nachmittag, in einem kleinen Raum des Aikikai [in Tokio]im zweiten Stock, unter der Leitung von Meister Ishiro SHIBATA. Die Teilnehmer hießen Yoko OKAMOTO und ihr Mann Christopher MULLIGAN (hervorragender amerikanischer Aikidoka), Marie-Louise FRANCINI, Alain VERDIER, Maxime DELHOMME – der später der Vorsitzende des französischen Verbands werden würde – und Pascal OLIVIER. Weiterlesen

PASCAL OLIVIER IN FREIBURG – LEHRGANGSBERICHT

Am 12. und 13. März 2016 war Pascal Olivier für einen Wochenendlehrgang zu Gast beim KAMAI e.V. in Freiburg.

PascalOlivier16031201Der Schwerpunkt lag auf der Arbeit von innen heraus, auf der Wirksamkeit ohne die Suche nach Wirksamkeit.

Die Geheimnisse des fließenden Ki rückten für die Teilnehmer ein bisschen näher…

Ein vollständiger Lehrgangsbericht mit Fotos findet sich auf der Forum-Seite des Vereins:

http://forum.kamai-freiburg.de/aiki1603polivier.htm

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LEHRGANG MIT VOLKER BECKER (Bericht aus Frankreich)

 

EIN AIKIDO-LEBEN

Zum dritten Mal kam unser Freund Volker Becker [aus Norderstedt bei Hamburg] zu Besuch zu uns [nach Ozoir bei Paris]: Der erste Besuch vor fast 3 Jahren war noch informell gewesen, ein Jahr später wurde daraus ein organisierter Lehrgang, um das Glück zu feiern, einen Aikidoka bei uns zu haben, der fast ein halbes Jahrhundert Aikidopraxis mitbringt.

Der Lehrgang kam bei unseren Vereinsmitgliedern sehr gut an, hinterließ aber Lust auf mehr, weil er zugleich sehr reichhaltig und zu kurz gewesen war. Daher wurde beschlossen, die Erfahrung zu wiederholen, um noch mehr davon zu haben.

Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung! Die kurzen Videosequenzen wurden spontan aufgenommen und weder geschnitten, noch korrigiert, noch sind sie eine Auswahl aus umfangreicherem Material. (Mehr Aufnahmen haben wir bis jetzt nicht.) Jeder kann sich sein eigenes Bild machen.

Man sieht der Leichtigkeit, mit der die Techniken ausgeführt sind, das halbe Jahrhundert Aikido-Erfahrung sofort an; der Lehrgang setzte denn auch den Schwerpunkt weniger auf die technischen Aspekte, als auf die PRINZIPIEN, bei denen die echten Aikidoka (und Budoka) aller Horizonte jenseits ihrer stilistischen Unterschiede zusammenfinden: Spontaneität der Geste, Logik der Bewegung aus Sicht sowohl des Budo als der Anatomie; Freiheit der Bewegung (weder Hürden noch plötzliche Rhythmuswechsel bei der Ausführung), letzten Endes also Fluss UND Reinheit des Stils. Weiterlesen

Fotos vom Lehrgang in München am 18. und 19. April 2015

Am 18. und 19. April fand in München ein Lehrgang mit Pascal Olivier statt. Dieter Benders von der Abteilung Aikido der FTM hat uns wieder seine Sammlung von fotografischen Impressionen zur Verfügung gestellt.

Bitte hier klicken um die PDF-Datei zu öffnen

TECHNIK IM DETAIL Nr. 1, 1. TEIL: SHIHO NAGE

Dies ist der erste Teil eine geplanten Serie, mit der den Aikidoka diverse Technikformen, die das Aikido ganz besonders ausmachen, zur Betrachtung vorgelegt werden sollen.

Natürlich sind sie auf keinen Fall als die einzig möglichen Wege zu verstehen; es gibt ebenso viele Aikidoka wie Arten, eine Technik auszuführen, und jeder übt die Waza je nach eigenen Zielsetzungen und Körperbau. Die Grundsätze müssen aber gleich bleiben.

Zwar ist es erlaubt und sogar empfehlenswert, mit den Varianten und Ausführungsarten der Techniken herum zu spielen. Aber unser Training muss auf einem stabilen Fundament fußen, das sich durch lange gesammelte Erfahrung herausgebildet hat – unsere eigene Erfahrung, aber auch die, die uns unsere Sensei hinterlassen haben.

„Die Erfahrung beleuchtet nur den bereits zurück gelegten Weg“, sagt ein Sprichwort. Aber das stimmt nicht. Die Erfahrung gibt auch auf dem Rest des Weges Licht, sofern man dieses Licht nach vorne statt nach hinten richtet, denn nach hinten hilft es nicht. Weiterlesen

VORFÜHRUNG: IAI, EINHEIT DES SEINS

Die elf Techniken, die hier vorgestellt werden, lernte ich in den Siebzigerjahren bei Meister FLOQUET. (Siehe auch vorigen Artikel.) Ihre Abfolge nannte man damals üblicherweise das Iai der Schule KATORI SHINTO RYU. Sie entstammten den Lehren der Meister MOCHIZUKI, Vater une Sohn, und wurden daher auch manchmal „Yoseikan Shinto Ryu“ genannt. Die Schüler des Yoseikan-Aikido konnten sich damals (siehe vorigen Artikel) nach Lust und Launean dieser wunderbaren Quelle nähren.

So weit, so gut, es geht aber nicht darum, sich ausdrücklich zur Lehre des Einen oder Anderen zu bekennen, und zwar aus mehreren Gründen:

– Meister Hiroo MOCHIZUKI hat sich seit langem in eine sehr persönliche Richtung weiter entwickelt und lehrt diese Formen nicht mehr, auch wenn sie in einem wunderbaren, von ihm verfassten Buch erscheinen, das schon im vorigen Artikel erwähnt wurde.

– Meister Alain FLOQUET, die absolute Referenz in meiner persönlichen Geschichte im wahren Budo, ging ebenfalls einen ganz eigenen Pfad, vor allem in Kontakt mit Meister Yoshio SUGINO (für das Katori), zu dessen autorisiertesten Repräsentanten er gehört. Die heutige Praxis von Meister FLOQUET entspricht also nicht mehr genau den Grundsätzen, die er vor 40 Jahren lehrte. Weiterlesen

SCHON 40 JAHRE!

Programm der (französischsprachigen) Videoaufzeichnung:

1. bis 9. Minute: Allgemeinheiten über das Budo – Ethik, Protokoll, Verhalten, Grundsätze

9. bis 16. Minute: Vorführung der Aikido-Prinzipien sowie der 6 Wurf-Grundtechniken,

16. bis 29. Minute: Diverse Techniken: Kunst des Tai Sabaki (Ausweichbewegung), Tanto Dori, lockere Techniken

DIE VORFÜHRUNG richtet sich an ein gemischtes Publikum, einschileßlich Anfänger. Trotz der Anwesenheit unseres historischen Meisters Alain FLOQUET und anderer Persönlichkeiten der Welt des Aiki werden die ethischen und technischen Grundsätze eingehend vorgeführt.

SOLLTEN SIE NICHT über die ganzen 29 Minuten Zeit verfügen, können Sie natürlich direkt zur 9. Minute (Darstellung der Grundsätze) oder zur 16. Minute (Anfang der Vorführung in normaler Geschwindigkeit) vorspulen.

 

40 JAHRE C.E.R.A.

Kleines Flashback: 1974 gründete Sensei Alain FLOQUET, der bis dahin mit Meister Hiroo MOCHIZUKI die Gruppe „Aikido Yoseikan“ geführt hatte, den „Cercle d’Études et de Recherche sur l’Aïki“ (Aiki-Studien- und Forschungskreis). (Damals hieß es noch „Aikido“, 8 Jahre später taufte Meister FLOQUET es dann in „Aikibudo“ um.) Weiterlesen